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Konzeption

Konzeption

 

Überarbeitet April 2018

 

Kindertagesstätte

„Stauseewichtel“ Pouch

 

 

auf der gesetzlichen Grundlage von:

 

§ 8a, 22,24 SGB VIII, Kinderförderungsgesetzt (KiFöG 2013), §10a Kinderförderungsgesetz, Bildungsprogramm für Kindertageseinrichtungen in SachsenAnhalt

 

 

Anschrift: Schiffsmühlenweg 19a

06774 Muldestausee

 

Telefon: 03493/ 55349

 

E-Mail:

 

Internet: Förderverein Stauseewichtel e.V.

 

Einrichtungsleiterin: Uta Gerlach

Diplomsozialpädagogin

 

 

Träger: Gemeinde Muldestausee

 

Anschrift: 06774 Muldestausee/OT Pouch

Neuwerk 3

Telefon: 03493/ 929950

 

Fax: 03493/ 9299596

Bürgermeister : Ferid Giebler

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

 

1.Träger und Leitbild

S.3

1.1.Träger

S.3

1.2.Leitbild

S.3

2.Die Einrichtung

S.4

2.1.Lage

S.4

2.2.Öffnungszeiten

S.4

2.3.Mahlzeiten/Verpflegung

S.4

2.4.Regeln zum Kinderschutz

S.5

2.5.Was macht uns Stauseewichtel besonders

S.5

2.6.Leistungen

S.6

2.6.1.Eingewöhnung

S.8

2.7.Zusatzleistungen

S.8

2.8.Raumkonzept

S.9

2.9.Unser Team

S.10

 

 

3.Pädagogischer Auftrag

S.10

3.1.Das Bild vom Kind

S.11

4.Elternarbeit

S.12

4.1.Kooperartionspartner

S.13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1.Träger und Leitbild

 

1.1. Träger

 

Der Träger der Einrichtung „Stauseewichtel“ ist die Gemeinde Muldestausee. Sie bietet mit ihrer wunderschönen Landschaft, den vielen Wäldern und Seen, seiner Lage am Naturpark Dübener Heide und seiner unmittelbaren Lage am Goitzschestausee für die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern und deren freien und naturverbunden Entwicklung und Entfaltung optimale Voraussetzungen.

 

Die Gemeinde hat den Auftrag und die Verpflichtung, jedem Kind mit gewöhnlichem Aufenthalt in der Gemeinde Muldestausee bis zum Schuleintritt bei Bedarf einen Kinderkrippen bzw. Kindergartenplatz zur Verfügung zu stellen (Kifög vom 01.08.2013).

 

 

1.2. Leitbild des Trägers

 

Die Gemeinde Muldestausee als Träger der Einrichtungen

 

Heidestrolche im OT Mühlbeck

Stauseewichtel im OT Pouch

Kinderland am Heiderand im OT Rösa

Wiesenzwerge im OT Friedersdorf

Eichhörnchen im OT Burgkemnitz

Mutzekiepchen im OT Gossa

Hort im OT Rösa

Hort im OT Pouch

Hort im OT Friedersdorf

Hort im OT Muldenstein

 

sieht die Aufgabe darin, die auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Wünsche der in den Tageseinrichtungen betreuten Kinder und deren Familien offen und flexibel einzugehen. Unser Handeln orientiert sich am Recht von Kindern, sich nach ihren Möglichkeiten zu entwickeln und ihr Leben selbst zu gestalten, am Recht auf Schutz und Unterstützung sowie auf Respekt und Achtung ihrer Person.

 

Wir tragen das unsere dazu bei, dass alle Mädchen und Jungen in unseren Tageseinrichtungen eine glückliche Zeit verbringen können. Für uns sind Lebensfreude, Wohlbefinden und das sichere Gefühl, dazu zu gehören, die Grundlagen für Bildung und jegliche Entwicklung. Wir nehmen Kinder ernst mit ihren Wünschen und Gedanken, mit ihren Fragen und ihrem unbegrenzten Wissensdurst.

 

Weil uns eine hohe Qualität der Arbeit wichtig ist, fördern und fordern wir die fachliche und persönliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiterinnen.

 

Elternhaus, Tageseinrichtungen, Horte und Träger sind Partner in gemeinsamer Verantwortung und arbeiten kooperativ zusammen. Folgende Leitziele werden verfolgt:

 

Das Kind steht im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Wir sehen es als aktiven Mitgestalter seiner Lebens- und Lernwelt.

 

Eine Familien ergänzende und unterstützende, bedarfsgerecht, wertorientierte(bezogen auf: Religion, Toleranz anderen gegenüber, Brauchtum, Natur und Umwelt), Betreuung und Erziehung.

 

Kinder haben bei uns Rechte- aber auch Pflichten, Freiheiten und Grenzen.

 

Mädchen und Jungen sind gleichwertig.

 

Das pädagogische Fachpersonal begleitet das Kind beim Aufbau seiner Identität und der Ausbildung von Individualität und unterstützt es bei diesem Entwicklungsprozess durch angemessene, gezielte Angebote, die individuelle Lebensbedürfnisse berücksichtigen. Ziel ist die Förderung der Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

 

 

2. Die Einrichtung

 

2.1. Lage

 

Die Kindertagesstätte Stauseewichtel liegt in einer landschaftlich reizvollen, wasser- und waldreichen Umgebung, unmittelbar zwischen Muldestausee und Goitzsche.

Der Ortsteil Pouch gehört zur Gemeinde Muldestausee, welche momentan insgesamt in 6 Ortschaften der Gemeinde Kindertagesstätten betreibt.

Die nächst größeren Ortschaften sind Bad Düben, Gräfenhainichen und Bitterfeld- Wolfen mit jeweils einer ungefähren Entfernung von 10-12 km.

 

 

2.2.Öffnungszeiten

 

Wir haben werktags von 6.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

 

Unsere Schließzeiten können Sie jährlich unserem Aushang in der Kita bzw. dem Internet über die Homepage des Fördervereins Stauseewichtel entnehmen. Eine langfristige Schließzeit in den Sommerferien gibt es momentan noch nicht.

 

2.3. Mahlzeiten, Verpflegung

 

In unserer Einrichtung legen wir ein Hauptaugenmerk auf eine gesunde ausgewogene Ernährung.

Unterstützt werden wir dabei von der Cateringfirma Steudel aus Pouch, welche uns mit Mittagessen und Vesper versorgt. Die Kinder bringen nur ihr eigenes Frühstück von zu Hause mit.

Eine individuell erforderliche Ernährung kann mit uns und dem Catering abgesprochen werden.

 

Eine zusätzliche Obst-und Gemüsemahlzeit ist Bestandteil unseres täglichen Ablaufes. Dieses Obst und Gemüse wird von den Eltern mitgebracht.

 

Unsere Kita hat an einem 3 jährigen Tigerprojekt zur gesunden Ernährung und Bewegung teilgenommen und setzt die erworbenen Kenntnisse nachhaltig um.

 

 

2.4. Regeln zum Kinderschutz entsprechend §8a SGB VIII und 10a KiFöG

 

In unserer Einrichtung arbeiten zwei zertifizierte Kinderschutzfachkräfte, welche für alle Horte und Kitas der Gemeinde Muldestausee verantwortlich sind.

 

Im Bedarfsfall beraten wir entsprechende Eltern über die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Hilfen.

 

Unsere Mitarbeiter werden einmal jährlich umfassend belehrt, unter anderem zum verantwortungsvollen Umgang mit den uns anvertrauten Kindern.

 

 

2.5. Was macht uns als Kita Stauseewichtel besonders

 

Unsere Einrichtung befindet sich in einer verkehrsberuhigten Lage, mitten in einer atemberaubenden Gegend zwischen Wasser, Wald und Wiesen. In wenigen Minuten sind wir an der Goitzsche oder am Muldestausee, um mit unseren Kindern eine herrliche Vogelwelt und andere Wunder der Natur zu bestaunen, zu beobachten und zu erforschen. Wir experimentieren mit dem Ziel, dass die Kinder lernen, sich sicher im Gelände zu bewegen und die Gegend auszukundschaften.

 

Wir verfügen über einen sehr großen Außenbereich mit Bäumen und einem Rodelberg, welchen die Kinder auch als Aussichtsplattform zur Goitzsche nutzen können und welcher dem großen Bewegungsdrang der Kinder gerecht wird.

Wir nutzen unsere ortsansässige Turnhalle, den Sportplatz und den öffentlichen Spielplatz, die Wanderwege und Treppen in der Natur, um den pädagogischen Anforderungen nach gesunder körperlicher Entwicklung gerecht zu werden. Im jährlichen Test der Motorik unserer Kinder werden uns regelmäßig gute Ergebnisse bestätigt.

 

Durch unsere Spaziergänge und Ausflüge zu heimatbezogenen ortsspezifischen Besonderheiten wie dem roten Turm oder der Wasserwelt in Bitterfeld stellen wir Bezüge zur kulturellen und wirtschaftlichen, technischen Geschichte unserer Heimat da.

 

Gegenwärtig befinden wir uns mitten in einer Komplettsanierung, in dessen Ergebnis wir auf einen neuen Innenbereich und einen neuen abgegrenzten Außenbereich für unsere Krippenkinder zurückgreifen können. Neben der zusätzlichen Belastung, die so ein Umbau für alle Erwachsenen und Kinder mit sich bringt, betrachten unsere Kinder alle handwerklichen und technischen und Vorgänge und Geräte mit großer Neugier und Spannung. Daraus ergeben sich wiederum neue Fragen und Handlungsfelder in der Arbeit mit den Kindern.

Wir haben unseren Förderverein Stauseewichtel e.V., welcher für Hort und Kita da ist und auch den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit zwischen Kita und Hort fördert und unterstütz. Wir führen gemeinsame Höhepunkte wie das Laternenfest und den jährlich stattfindenden Weihnachtsmarkt durch und können uns mit Problemen jederzeit an die Mitglieder unseres Fördervereines wenden.

Wer von den Eltern und Großeltern möchte, kann jederzeit in unseren Förderverein eintreten und uns nach eigenem Ermessen unterstützen.

 

Unser Team sucht ständig nach neuen Projekten und anderen Möglichkeiten, um den vielschichtigen Anforderungen des Bildungsprogramms Bildung elementar- Bildung von Anfang an- gerecht zu werden. Dazu gehört unsere Spielothek, wo Eltern und Kindern die Möglichkeit zum Ausleihen von modernen Gesellschaftsspielen eingeräumt und das gemeinsame Spielen zu Hause gefördert wird. Die Spielsachen berühren wiederum alle Bildungsbereiche des Bildungsprogrammes von Sachsen Anhalt.

 

Wir arbeiten mit Personen und Institutionen unseres Dorfes und unserer Gemeinde zusammen, besuchen diese mit den Kindern, lernen verschiedene Berufsgruppen kennen …berühren somit Themen des täglichen Lebens und andere…und laden sehr oft Gäste aus unserer näheren und weiteren Umgebung ein. Auch ein Falkner und verschiedene Künstler, der Verkehrsgarten, die Feuerwehr und die Polizei gehören dazu.

 

Einen besonderen Wert legen wir auf die sprachliche Förderung und Entwicklung der Kinder. Dazu lernen wir viele Lieder und Gedicht, lesen vor oder lassen vorlesen, tanzen und bauen eine Theatergruppe auf. Natürlich nutzen wir auch moderne Medien und Geräte. Das Ergebnis dieser Arbeit präsentieren wir zu öffentlichen Auftritten in unserer Gemeinde.

 

 

2.6.Leistungen

 

Unsere Aufgabe besteht darin, die uns anvertrauten Kinder in ihrer Entwicklung pädagogisch zu betreuen, zu bilden und zu erziehen, so dass jedes Kind eine umfassende Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit durchläuft. Dabei liegt der neue Schwerpunkt neben der Professionalität und der fachlichen Kompetenz der pädagogischen Fachkräfte als Voraussetzung für das gelingen kindlicher Bildungsprozesse auf der Hervorhebung der Rechte der Kinder.

 

Das Kind hat ein Recht auf Respekt vor seiner Person, ein Recht auf gute Bildung, ein Recht auf Teilhabe an Entscheidungsprozessen und ein Recht auf Zugehörigkeit. Ein Kind wird dabei als eigenständiger Träger von Menschenrechten betrachtet und behandelt. Die Beziehung der Erwachsenen zu den ihnen anvertrauten Kindern basiert nicht auf Macht und Autorität, sondern wird gezeichnet durch Verhandeln über gemeinsame Regeln, Beteiligung an Entscheidungen und gegenseitigen Respekt (Bildung: elementar- Bildung von Anfang an, Fortschreibung 2013).

 

Wir unterstützen die altersgerechte, gesunde Entwicklung der kindlichen Psyche und die Herausbildung von sozialen und emotionalen Kompetenzen wie Empathie und Verantwortungsbewusstsein. So werden unsere Kinder nachhaltig auf die steigenden Anforderungen des gesellschaftlichen Lebens durch Schule, Ausbildung, Berufsalltag und das Eingehen von gesunden menschlichen Beziehungen vorbereitet. (SOS Kinderseele, Michael Winterhoff: 2013)

 

Die sieben Leitgedanken des neuen Bildungsprogramms Bildung, Bindung und Neugier, Spiel und Arbeit, Selbstbestimmung und Teilhabe, Vertrauen und Verantwortung, Vielfalt und Inklusion, Nachhaltigkeit

sollen uns helfen, den Bildungsprozessen und den Handlungsbedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Dabei geht unser Team davon aus, dass eine Komplexität zwischen den Leitgedanken und deren Umsetzung bestehen muss, dass das eine Grundlage für das andere ist, dass die Konzeption durch verschiedene oder konkrete Leitgedanken untermauert bzw. umgesetzt wird.

 

Unsere Kindertagesstätte bietet zwei Betreuungsformen an, die Betreuung, Erziehung und Bildung der Kinder in der Kinderkrippe und im Kindergarten. Wir verfügen gegenwärtig im Krippenbereich über 35 Plätze und im Kindergartenbereich über 45 Plätze, welche sich entsprechend der jeweils aktuellen Kinderzahlen auf 5 oder 6 Gruppen verteilen.

 

Unsere Kinder werden in folgenden Gruppen betreut:

 

Kükengruppe Kinderkrippe

Teddygrupp Kinderkrippe

Käfergruppe

Mäusegruppe

Papageiengruppe

Wichtelgruppe

 

Wir sind bereit, uns entsprechend des Bildungsprogrammes konzeptionell und praktisch zu öffnen. Mit unserem speziellen Konzeptansatz sorgen wir einerseits innerhalb der Nestbereiche(Gruppen) für den Aufbau von Beziehungen, stabilen Bindungen, die von Dauer und Stabilität geprägt sind. Durch diese Grundlage geben wir den Kindern die Möglichkeit, über gezielte oder offene Interaktionen zwischen den Kinder und Erwachsenen in einer überschaubaren Gruppenstruktur frühe, positive, lebenslange und nachhaltige Erfahrungen zu sammeln. Das wiederum fördert Vertrauen in die Fähigkeit, für sich selber und für andere Verantwortung zu übernehmen.

Innerhalb der Gruppen finden gezielte Bildungs-oder Beschäftigungsangebote statt.

 

Andererseits fördern wir in unserer Einrichtung trotz der geringen räumlichen Möglichkeiten auch die offene Atmosphäre im Haus. Im freien Spiel in unserem großzügigen Garten sind die Kinder aller Altersgruppen zusammen, ebenfalls zu Festen und Feiern.

 

Die Mahlzeiten nehmen unsere Kinder in ihren Gruppenräumen ein.

 

An den Nachmittagen werden die Kinder aller Altersklassen nach und nach zusammengefasst, so dass diese die Möglichkeit haben, bereits erworbene soziale und emotionale Kompetenzen auszuprobieren oder neue Erfahrungen zu sammeln und sich in allen Räumlichkeiten des Hauses zu bewegen. So werden wir auch der ständigen Neugier unserer Kleinsten im Haus gerecht und geben den Kindern überhaupt die Möglichkeit, sich untereinander vertrauensvoll zu begegnen.

 

 

2.6.1.Eingewöhnung

 

Jedes Kind egal welchen Alters, welches in eine Tageseinrichtung aufgenommen wird, hat laut unserem Bildungsprogramm das Recht auf individuelle Zuwendung und eine den individuellen Bedingungen angepasste Eingewöhnung.

Der Prozess dauert so lange, bis das Kind zeigt, dass es sich sicher, geborgen und angenommen fühlt.

Aus diesem Grund empfehlen wir den Eltern, je nach Bereitstellung eines Betreuungsplatzes ihr Kind einen Monat vor Beginn des Arbeitsverhältnisses in unserer Kindertagesstätte anzumelden.

Der Eingewöhnung geht etwa 4 Wochen vorher ein intensives Aufnahmegespräch mit der Leiterin voran. Dazu wird durch die Eltern eine telefonische Terminabsprache vorgenommen.

 

 

2.7.Zusatzleistungen

 

  • (je nach Angebot) Teilnahme an Gemeinwesensarbeit(Kulturprogramme Feuerwehrfest, Weihnachtsmarkt)
  • Projekt „Bärenstarke Kinder“ von der AWO
  • Verkehrserziehung für die Vorschüler durch die Polizei
  • Verkehrsgarten mit Puppentheater für alle Kinder durch die Verkehrswacht
  • Motoriktest durch die Krankenkasse
  • Sehtest
  • DRK für Kinder aller 2 Jahre
  • Verein Schutzengel e.V. Sensibilisierung- Schutz vor Missbrauch
  • Frühförderung bei Kindern mit Bedarf durch die Frühförder- und Beratungsstelle Lebenshilfewerk Anhalt GmbH
  • Vorbereitung und Durchführung von jahreszeitbedingten Festen und Feiern wie Fasching, Osterfrühstück, Schuleinführungsfeier, Kindertag, Tag der Sicherheit, Weihnachtsfeier, Theaterfahrt mit dem Bus usw., Frühlingsfest, Erntedankfest, Oma Opa Tag, Laternenfest, Elternkaffe, kulturelle Veranstaltungen mit Gästen im Haus
  • Zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen
  • Fotograf
  • Eine Lehrkraft kommt in die Kita, um die Vorschüler bei dem Wechsel von Kindergarten zu Schule kennen zu lernen

 

  • Envia- Energieprojekt (Kennenlernen von alternativen Energiequellen)

  • Jahresabo Theater Dessau

  • Spielothek

     

    2.8. Raumkonzept

     

    Allen Kindern unserer Einrichtung stehen verschiedene Räume zum Sammeln von vielfältigsten Erfahrungen, zum Ausprobieren, zum Bewegen und zum Wahrnehmen mit allen Sinnen zur Verfügung.(Matschbad, Märchenzimmer)

    In Absprache mit den verantwortlichen Pädagogen und unter Berücksichtigung bestimmter Regeln sind die Beschäftigungsräume allen Kindern zugängig.

     

    Der Eingangsbereich und Flur auf der Kindergartenseite kann durch die Kinder an bestimmten Tagen mit Materialien der Mobilen Bewegungsbaustelle genutzt werden und sich an den Tastwänden betätigt werden. Zum Fasching und anderen größeren Anlässen haben wir Klettergeräte und Rutschen für den Innenbereich.

    Unsere 6 Gruppenräume sind die Nestbereiche unserer Kinder. Sie dienen gleichzeitig als Schlafräume, so dass wir diese mit beweglichen Möbeln ausgestattet haben. Außerdem werden diese je nach Alter der Kinder und nach Gruppenname (Küken, Teddys, Käfer, Mäuse, Papageien, Wichtel) gemeinsam mit den Kindern mit Leben erfüllt. Diese Räume verändern ständig ihr Gesicht. Das macht unseren Kindern auch Lust, sich gegenseitig zu besuchen und auch von der Atmosphäre und dem Feeling, den Spielsachen und dem Bastelmaterial der anderen Gruppen zu profitieren. Auch die Geschwisterkinder freuen sich, sich gegenseitig besuchen zu dürfen.

     

    Im „Märchenzimmer“ stehen das Verkleiden mit Kostümen oder Kleidungsstücken von Mutti, Vati, Oma oder Opa an erster Stelle. Auch können sich die Kinder dort auf andere verschiedenste Weise kreativ entfalten. Durch Rollenspiele unter den Kindern wird die Herausbildung und Festigung von sozialen Kompetenzen gefördert.

    Das Märchenzimmer wurde im Herbst 2015 renoviert und neu ausgestaltet. Die neue Ausgestaltung des Märchenzimmers erfolgte durch Initiative unseres Fördervereins Stauseewichtel e.V.

     

    Im „Matschraum“ können die Kinder je nach Alter und Entwicklung ohne pädagogische Anleitung mit Sand, Wasser, Ton, Knete, Steinen u.v.a. matschen, hantieren, probieren und experimentieren. Dabei werden sie zu schöpferischen und kreativen Aktivitäten ermutigt. Entsprechend der aktuellen Erfordernisse wird das Matschbad vorübergehend als Waschraum benötigt.

     

    Unsere Kinder verfügen über 4 sanierte und kindgerecht gestaltete Waschräume. Auch diese Räumlichkeiten sind Teil unseres Raumkonzeptes, das darauf abgestimmt ist, in ihrer baulichen und materiellen Gestaltung Bewegungsanreize für Kinder zu geben. Sie bieten Raum für die Intimsphäre unserer Kinder, sind einsehbar durch die Fachkräfte, geben den Kindern die Möglichkeit, dann alleine auf Toilette zu gehen, wenn sie die entsprechende Persönlichkeitsreife dafür haben, sich frei und selbstständig darin zu bewegen.

    1. den 2 Bädern des Krippenbereiches befinden sich Wickelplätze, die so gestaltet sind, dass sich die Kinder wohlfühlen und ihre Intimsphäre gewahrt ist.

     

    Eine besonders große Herausforderung finden unsere Kinder beim Spiel in unserer riesigen Außenfläche.

    Die Kinder können klettern, rutschen, balancieren, im Sand bauen, mit Naturmaterialien experimentieren, toben und im kleinen und großen Wäldchen die Käfer, Würmer und andere Insekten beobachten.

    Im Winter gibt es in unserem Gelände die Möglichkeit für die Kinder, zu rodeln und Schneefiguren zu bauen. Im Sommer können sie sich unter beweglichen Spritzblumen abduschen.

    Wir sind im Besitz vieler Roller, Dreiräder, Laufstelzen, Kullerkreisel, Hüpfebälle, Bobbycars, Schubkarren, Schippen und vielem mehr, so dass wir an allen Tagen dem Bewegungsdrang der Kinder an der frischen Luft gerecht werden können.

    So wird die eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit im Innenbereich der Kita durch die gegensätzliche Bewegungsmöglichkeit im Außenbereich kompensiert. Unser komplettes KITA Gelände ist eingezäunt und darf nur von angemeldeten Personen betreten werden.

     

     

    Für das pädagogische und technische Personal stehen folgende Räumlichkeiten zur Verfügung:

  • Büro-bzw. Aufenthaltsraum
  • Küche
  • Personaltoilette(behindertengerecht)
  • Raum für Haushaltstechnik

 

Als Nebenräume sind folgende Räume aufzuführen:

 

  • Elektro- und Heizungsraum
  • Spielzeugschuppen
  • Geräteschuppen
  • Raum für Reinigungsgeräte und Chemikalien

 

 

2.9. Unser Team

 

Wir sind momentan ein Team aus einer Diplomsozialpädagogin, 11 erfahrenen staatlich anerkannten Erziehern, einem Kinderpfleger und zwei technischen Kräften. Unsere pädagogischen Fachkräfte haben weitere verschiedene Zusatzausbildungen, unter anderem als Mediator für den Bereich Jugendhilfe, Heilpädagogin, Kinderschutzfachkraft. Unsere Kolleginnen bilden sich regelmäßig fort auf den verschiedensten Gebieten der modernen Pädagogik und der gesunden Ernährung.

 

Alle Mitarbeiter arbeiten in unserer Kita unter den Bedingungen von Teil- und Gleitzeit.

 

 

3. Pädagogischer Auftrag

 

In unserer Tagesstätte haben wir den pädagogischen Auftrag und die gesetzliche Verpflichtung, die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern.

Dabei müssen wir die Betreuung, Bildung und Erziehung des Kindes pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen des Kindes und ihrer Familien orientieren.

Die Zusammenarbeit aller Fachkräfte und Mitarbeiter unserer Einrichtung geschieht dabei ausschließlich dem Wohl des Kindes.

Seine Erziehungsberechtigten sind an den Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Tageseinrichtung zu beteiligen. (§22SGB8)

 

Die Besonderheit der Bildungsarbeit in unserer Kindertagesstätte liegt darin, dass sie in den Bereichen der nicht- formellen und der informellen Bildung angesiedelt ist.

Bei der nicht- formellen Bildung liegt die Besonderheit generell in der freiwilligen Natur und hat deshalb Angebotscharakter.

Unter informeller Bildung werden ungeplante Bildungsprozesse verstanden, die sich aus dem Alltagserleben der Kinder mit der Familie, den Nachbarn, der Arbeit der Eltern usw. ergeben, aber einen nicht unwesendlichen Beitrag zur Entwicklung des Kindes beisteuern und in der täglichen pädagogischen Arbeit mit den Kindern berücksichtig und bewältigt werden müssen.

 

Dadurch werden die Kinder langfristig auf den formellen Bildungsbereich Schule und Ausbildung vorbereitet. Somit kommt den beiden vorhergehenden Bildungsformen eine enorme Bedeutung bei der Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder zu.

 

 

3.1.Das Bild vom Kind

 

Bildung in der Kindertagesstätte ist elementare Bildung mit dem Ziel, die Entwicklung der ganzen Persönlichkeit eines jeden Kindes zu fördern.

Die ganzheitliche Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der mit dem ersten Tag des Lebens beginnt.

Jedem Kind wird ermöglicht, vielfältige und reichhaltige Erfahrungen zu sammeln, aber jedes Kind greift dies in einer anderen Weise auf und verarbeitet sie unterschiedlich.

Deshalb müssen Kinder sich auch keinesfalls gleich entwickeln und entfalten, Unterschiede sind die Regel, nicht die Ausnahme!

Die Erzieherinnen achten genau darauf, welche Bindungs- und Beziehungserfahrungen auch schon bei jüngeren Kindern im Vordergrund stehen. Schon Säuglinge nehmen Beziehungen zu anderen auf. Die Rolle der Gleichaltrigen in den Lernprozessen wird mit zunehmendem Alter immer bedeutsamer. Beziehungen und Erfahrungen in der Kindergruppe sind von zentraler Bedeutung, aber auch die zu den Erwachsenen!

 

Das Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, dass die Kinder mit sich selbst, mit anderen und mit Dingen und Phänomenen der Welt zurechtkommen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln.

Dabei ist es unverzichtbar, dass Kinder für eine aktive Teilhabe und eine gelingende Identitätsentwicklung in der Gesellschaft Schlüsselkompetenzen erweben. Der Erwerb dieser Kompetenzen erstreckt sich auf die Bereiche der Ich-, Sozial- und Sachkompetenz, die nicht isoliert von einander gefördert werden, sondern zusammengehören und als Einheit zu betrachten sind.

Dazu gehören:

  • Personale Kompetenzen
  • Soziale Kompetenzen
  • Emotionale Kompetenzen
  • Sachkompetenz
  • Lernmethodische Kompetenzen

 

Diese Kompetenzen sind Grundlage für den Situationsansatz, der uns als pädagogische Orientierung dient.

Der Situationsansatz verfolgt das Ziel, Kinder unterschiedlicher sozialer Herkunft darin zu unterstützen, ihre Lebenswelt zu verstehen und selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten.

Hierzu gehört auch die Partizipation der Kinder, also ihre Beteiligung und Mitbestimmung.

So lernen sie ihre Stärken und Fähigkeiten immer besser kennen und einschätzen. Die zahlreichen Möglichkeiten, in unserer Einrichtung Erfahrungen zu machen und sich in Beziehungen zu anderen zu erproben, haben eine große Bedeutung, denn dafür brauchen Kinder eine bewusst gestaltete Umgebung und zugewandte Erwachsene, die ihnen vielfältige Möglichkeiten und Anreize zur Selbstentfaltung und altersgemäßen Entscheidungsfreiheit bieten.

„Situatives Arbeiten“ bedeutet, dass in der Interaktion mit den Kindern auf deren Wünsche und Interessen eingegangen wird, aber auch die Gemeinschaft und das Zusammenleben miteinander eine große Bedeutung hat. Es geht darum, unsere Kinder zu befähigen, mit Dingen und Situationen kompetent umzugehen. Hierzu benötigen sie Wissen. Diese Wissensvermittlung geschieht aber nicht getrennt nach einzelnen Sachgebieten oder Bildungsbereichen, sondern an realen sozialen Zusammenhängen. Nur so kann das erworbene Wissen mit der konkreten Lebenssituation des einzelnen Kindes verbunden werden.

 

Wissen, das sind ebenso Erinnerungsspuren des Kindes, Routinen, Zweifel, offene Fragen, intelligentes Raten wie auch die Entscheidung: Das interessiert mich nicht!!!!

 

Das Bild vom heutigen Kind bestimmt auch das Bild vom Lernen im Situationsansatz:

Lernen heißt, selbstbestimmt und eigenaktiv zu forschen, zu experimentieren und zu entdecken.

Kinder lernen vor allem erfolgreich, wenn sie beteiligt werden und mitbestimmen können. Lernen im Situationsansatz erfolgt in Alltagssituationen- und Zusammenhängen, die für die Kinder nachvollziehbar sind.

 

 

4. Elternarbeit

 

Sowohl im SGB VIII, im Kindergartenförderungsgesetz und in allen Bildungsplänen des Landes Sachsen- Anhalt wird eine enge Kooperation zwischen Eltern und Erziehern gefordert, da beide Parteien in hohem Maße die kindliche Entwicklung prägen.

 

In unserer Einrichtung wird durch die enge Zusammenarbeit mit dem Förderverein Stauseewichtel und dem Elternkuratorium/ Elternvertretern ein enger Kontakt zur Elternschaft hergestellt und durch tägliche persönliche Gespräche bei der Übergabe der Kinder verstärkt.

In Vorbereitung auf strukturelle Veränderungen und logistische Herausforderungen führen wir im Vorfeld schriftliche Befragungen oder Bedarfsermittlungen durch. Unsere Zusammenarbeit ist von Offenheit und Transparenz geprägt. Im Umgang mit Problemen sind wir sachlich, emphatischen und verständnisvoll.

 

Unsere Zusammenarbeit mit den Eltern gestaltet sich unter anderem konkret durch:

  • erste Kontakte beim Aufnahmegespräch, Aushändigung einer Checkliste
  • endgeldliche Eingewöhnungszeit des Kindes
  • persönliche Gespräche und Beratungsgespräche mit und ohne Voranmeldung
  • ein jährlich stattfindendes Entwicklungsgespräch für alle Eltern
  • thematische und organisatorische Elternabende
  • Elternbastelabende
  • Vorbereitung und Durchführung Feste und Feiern ( Weihnachtsfeier, Kindertagsfeier) mit Eltern und Verwandten
  • telefonische Absprachen
  • Einbeziehung der Eltern bei der Gestaltung von Projekten und Objekten
  • Vermittlung von Hilfsangeboten
  • Bedarfsermittlungen durch schriftliche Aushänge
  • Einsicht in Satzung, Hausordnung und Konzeption
  • Zusammenarbeit mit dem Träger der Einrichtung
  • Ressourcenorientierte Entwicklungsgespräche mit den Eltern im Zusammenhang mit der Auswertung der Portfolien, auf Wunsch der Eltern oder Fachkräfte
  • Schuleinführungsfeier

 

 

4.1.Kooperationen

 

Eine feste Stütze zur Absicherung von Rahmenbedingungen unserer pädagogischen Arbeit ist unser Förderverein Stauseewichtel, welcher unsere gemeinsame Zusammenarbeit mit dem Hort fördert und unterstützt und unsere Teilnahme an der Gemeinwesensarbeit forciert. Unser Förderverein arbeitet wiederum eng mit unserer Kita und unserer Elternvertretung und Elternkuratorium zusammen.

Es finden regelmäßige Beratungen zu aktuellen Themen und Projekten statt. Unser Förderverein lebt von neuen Mitgliedern und ist für alle interessierten Eltern eine Möglichkeit, sich am Kindergartenleben zu beteiligen.

 

Wir pflegen enge Beziehungen zur örtlichen Feuerwehr und unterstützen uns gegenseitig bei der Absicherung oder kulturellen Gestaltung von gesellschaftlichen Höhepunkten wie dem Feuerwehrfest, Laternenfest und Weihnachtsmarkt.

 

Wir arbeiten eng mit der Gemeinde Muldestausee und unserem Heimatdorf Pouch zusammen und beteiligen uns auch hier an der kulturellen Arbeit des Dorfes.

 

Eine enge Zusammenarbeit in Vorbereitung auf die Einschulung findet mit allen entsprechenden Grundschulen und Horten statt.

 

Zu unseren Kooperationspartnern gehören aber auch die Beratungsstelle zur Frühförderung von Kindern, Zahnärzte, Mitarbeiter von Krankenkassen und weiteren Vereinen.